HUMAN POTENZIAL INDEX: RATING DES HUMANKAPITALS VON UNTERNEHMEN
Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, vertreten durch die Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz (BauA), hat psychonomics in diesem und im vergangenen Jahr das Forschungsprojekt "Sicherung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch Verbesserung qualitativer humanressourcenorientierter Kriterien" durchgeführt. Ziel war die Entwicklung eines indikatorenbasierten Rating-Instruments, welches erlaubt, die Humanvermögensorientierung von Unternehmen systematisch zu erfassen und strategisch zu steuern. Darüber hinaus wurde die grundlegende Frage untersucht, inwieweit die Implementierung von HR-Instrumentarien und HR-Prozessen im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen stehen. Unterstützt wurde das Projekt vom Human Capital Club (HCC).
Das Rating-Instrument wurde in Zusammenarbeit mit einem namhaften Expertenkreis aus dem Personalbereich sowie Finanzintermediären entwickelt und an einer bundesweiten Erstrating-Stichprobe von 113 Unternehmen getestet und geeicht. Neben Unternehmensstammdaten und Fragen zum wirtschaftlichen Unternehmenserfolg - abgeleitet aus Finanzzkennziffern, weiteren Erfolgsindikatoren wie z.B. Innovationen und Mitarbeiterzufriedenheit, sowie qualitativen Einschätzungen des Managements -, umfasste das Instrument zahlreiche Werttreiber-Bereiche des Humankapitals wie Personalstrategie, Personalauswahl, Personalentwicklung, Unternehmenswerte, Führung, Kommunikation, Mitarbeiterengagement und Bindung, Compensation & Benefits, Gesundheitsförderung, Work-Life-Balance und Diversity.
Insgesamt zeigen die jetzt vorliegenden Ergebnisse, die kürzlich dem begleitenden Expertengremium vorgestellt wurden, signifikante Zusammenhänge zwischen den untersuchten Humankapital-Indikatoren und dem Unternehmenserfolgs-Index. Insgesamt erwiesen sich 40 qualitative und quantitative Einzelindikatoren aus 13 Themenbereichen als signifikante Werttreiber, die zwischen wirtschaftlich erfolgreichen und weniger erfolgreichen Unternehmen der Stichprobe unterschieden. Regressionsanalytisch konnten die identifizierten Werttreiber insgesamt 41 Prozent der Varianz des Unternehmenserfolgs-Index erklären. Das heißt: ein hoher Anteil der Unterschiede im Unternehmenserfolg konnten durch Faktoren erklärt werden, die mit der Humankapitalstruktur der untersuchten Unternehmen einhergehen.
Referiert wurde über das Projekt von psychonomics Vorstand Andreas Schubert im Rahmen der "Human Capital Conference 2008", veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und dem Human Capital Club am 26. und 27. November in München.
Weitere Information (pdf)
Nach der Veröffentlichung des Rating-Instruments (Human Potenzial Index; HPI) durch die BAuA steht dieses für die breite Anwendung zur Verfügung. Interessierte Unternehmen können sich dazu jetzt bereits an psychonomics wenden. Der unmittelbare Nutzen:
|
Unternehmen erhalten ein systematisches Feedback und ein Steuerungsinstrument zur Planung und Nachhaltigkeitsprüfung ihrer Personalinstrumente.
|
|
Unternehmen können durch das Rating ihre nachhaltig humanpotenzialfördernde Personalarbeit auf dem Personalmarkt, sowie auch gegenüber Kunden und Auftraggebern darstellen.
|
|
Langfristig wird außerdem eine Integration der Indikatoren in die Risikorating-Systeme von Finanzintermediären angestrebt, um eine Basis für die Berücksichtigung von humankapitalfördernden Faktoren bei der Kreditvergabe bzw. Kapitalbeschaffung zu schaffen. |
|
|
KONTAKT Deutschland
Dr. Marco Haferburg
Projektmanager
D: +49 (0) 221 42061-442
WEITERE INFORMATIONEN (pdf)
ABSCHLUSSBERICHT HUMAN ASSET RATING
AKTUELLER BEITRAG IM PERSONALMAGAZIN
|